Ueber mich - Stefanie Betschart

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Wer seine Träume verwirklichen will, muss aus ihnen erwachen. (Moshé Feldenkrais)


Als junges Mädchen wollte ich der Reihe nach Tänzerin, Gold- und Silberschmiedin, Bühnen- und Kostümbildnerin werden. Damals schaffte ich es nicht, meine Träume zu verwirklichen. Ich absolvierte brav das Gymnasium in Ingenbohl und machte dann an der Uni Zürich meinen Abschluss als Sekundarlehrerin. Mit einem Gipsfuss, der mich zwar vor dem Turnexamen rettete, mir aber beinahe ein steifes Fussgelenk bescherte. Ich blieb 13 Jahre lang als Sekundarlehrerin im Kanton Uri hängen, wo ich auch aufgewachsen bin. Etwa 7 Jahre lang war ich mit grosser Begeisterung und Haut und Haaren Lehrerin , da es eine sehr vielseitige Arbeit war. Dann wurde mein Job aus verschiedenen Gründen immer mühsamer. 1980 kündigte ich, ohne feste Pläne, lediglich mit der Idee einer Bewegungsausbildung im Hinterkopf und etwas Erspartem auf dem Bankkonto. Drei Wochen nach der Kündigung flatterte mir die Ausschreibung zur Ausbildung Kinästhetik/Gentle Dance ins Haus. Ich fing im November desselben Jahres damit an.
John Graham, Lenny Mayetta und Frank Hatch leiteten den Lehrgang. Immer wieder erwähnten sie den Namen Moshé Feldenkrais. Hier erfuhr ich auch von Moshés 10-tägigem Workshop in Freiburg im Breisgau (Menuleiste: Damals bei Moshé) im Frühling 1981. In diesem Kurs lernte ich Edward Dwelle kennen, der anschliessend währen einiger Jahre regelmässig Wochenendkurse in Zürich unterrichtete. Ich besuchte alle und organisierte die meisten. Ned, so nannte er sich damals noch, ermunterte mich immer, eine Feldenkrais-Ausbildung zu machen. Ich biss aber erst 5 Jahre später an.
Als ich 1986 bei Chava Shellav das Training anfing, unterrichtete ich schon 5 Jahre Kinästhetik/Gentle Dance und hatte mehrere wöchentliche Gruppen verschiedenster Couleur und auch Einzelstunden. So konnte ich laufend das Gelernte umsetzen und Erfahrungen sammeln. Die Kinästhetik-Lektionen mutierten schleichend zu ATM-Lektionen (Awarenes through movement - Bewusstheit durch Bewegung), und als ich 1988 die Unterrichtsberechtigung erhielt, hiessen sie dann auch so. Gleich bei Trainingsabschluss 1990 mietete ich meine eigenen Praxisräume an der Schützenstrasse in Winterthur. Seither habe ich pro Woche 5 - 6 reine ATM-Gruppen. Dazu komen 4 - 6 ATM's von ca. 30 Minuten, die ich als Einstieg in die Tanzlektionen (Orientalischer Tanz - Bauchtanz) unterrichte. Das ist eine sehr fruchtbare Kombination, da ich häufig Lektionen für ganz bestimmte Tanzbewegungen kreiere und dann feststelle, dass die Themen ebenso gut für eine "normale" Feldenkrais Gruppe taugen und umgekehrt.
Dazu habe ich etliche Wochenenden und Tageskurse in Feldenkrais pur unterrichtet und führe seit 1996 mit Eliane Joho 1-wöchige Ferienkurse in Südfrankreich durch. Eliane lernte ich in einer Feldenkrais Fortbildung bei Larry Goldfarb in München kennen. Etliche Jahre lang arbeiteten wir 2 Mal jährlich in einer konstanten Gruppe mit Larry.

In etwa 30 Samba-Wochenenden mit Herby Neumann brachte ich  feldenkraisich die Hüften der Tanzwilligen zum Schwingen. Herby hat mit mir zusammen die Kinästhetik/Gentle Dance Ausbildung absolviert.

1987, nach meiner "Auswanderung" aus dem Kanton Uri nach Winterthur, erwischte mich das Bauchtanzvirus. Und zwar gründlich. Viele Angebote für orientalischen Tanz gab es damals noch nicht, und so besuchte ich vor allem Workshops, reiste nach Bern ( Maha Weber, Aishe Shurkus), Basel (Bert Baladine, Hassan Khalil), Zürich (Mahmoud Reda und andere), Frankfurt (Dietlinde Karkutli), München (Zahra) und Wien, wo ich dann fündig wurde und ein paar Jahre mit Nazir Merzo arbeitete, der für meine Begriffe am klarsten Technik unterrichtete. Ich begann theoretisch viel zu früh mit dem Unterrichten, aber mit meinen beiden bewegungspädagogischen Ausbildungen  klappte es bestens. Ich wurde also mit Mitte 40 doch noch Tänzerin. Mit den Jahren habe ich mir nicht nur eine ausgefeilte Technik angeeignet, sonder auch einiges Wissen über die Kultur des arabischen Raumes und ein bisschen arabische Sprachkenntnisse ( Unterricht bei Kathrina Redmann in Zürich). Die helfen nicht nur beim Identifizieren von Musiktiteln, sonder vor allem auch auf meinen Reisen in arabisch sprachige Länder.
2003 stellte ich ein Tanzspektakel auf die Beine, wo ich neben meinen Schülerinnen auch selbst tanzte, alle Kostüme schneiderte und beim Bühnenbild mit wirkte. Zum 60. Geburtstag verwirklichte ich also auch diesen Traum.
Die Sache mit dem Silberschmieden hatte ich schon vorher angepackt, Migros Clubschule sei Dank.

Meine Art zu Unterrichten verändert sich ständig: Sie wird gleichzeitig klarer und vielfältiger, kreativer und genauer, einfacher und ausgefeiletr, präziser und spontaner. Was all die Jahre nicht nur geblieben, sondern gewachsen ist, ist die Faszination dieser Arbeit, die Neugierde, der Spass daran. So bin ich halt immer noch Lehrerin mit Haut und Haaren.

Am 17. Jan. 2010 habe ich bei Anat Baniel in Kalifornien eine intensive Fortbildung für die Feldenkrais-Arbeit mit Babies und Kindern abgeschlossen. Ich habe bereits im April 2008 bei Nancy Aberle in Zürich eine Fortbildung zu diesem Thema gemacht und bin völlig begeistert und fasziniert davon. Es ist unglaublich, wie schnell diese Winzlinge lernen und wie positiv sich ein ganzes Leben verändern kann. Ich arbeitete zwar schon vorher sporadisch mit Kindern, kam aber erst durch die Geburt meiner Enkelin so richtig auf den Geschmack. Ich filme meine kleinen Klienten sporadisch, um die Entwicklung zu dokumentieren und weil ich oft auf den Videos mehr sehe als im Moment, wo ich mit den Kindern arbeite. Den Link zum Video finen Sie in der Leiste.
Im April 2013 habe ich zum 2. Mal Nancy Aberle in einer Fortbildung assistiert. Nancy hat auch das Projekt "Feldenkrais ohne Grenzen" aufgegleist. Interessierte Practitioner reisen in andere Länder um mit Kindern zu arbeiten, gratis, damit möglichst viele Kinder auch in armen Ländern von dieser Arbeit profitiren können. Im Moment gibt es Projekte in Kroatien und Nicaragua.

Auch die nicht beruflichenTräume gehen mir nicht aus. Als angefressene Fotografin und Filmerin möchte ich einen Doku drehen. Im Moment beschränken sich diese Pläne auf Ferienfilme. Da meine Destinationen aber etwas abenteuerlich sind, bin ich ganz zufrieden damit. Im Sommer 2012 habe ich eine 3-wöchige Uganda Reise gemacht und dabei gleich noch den Traum verwirklicht, Gorillas in Freiheit zu beobachten.  Es war sehr anstrengend! Eine Gorilla Sippe im dichten Regenwald an einem Steilhang zu filmen, Silberrücken auf Armlänge, geht ganz schön in die Knochen. Aber es hat sich gelohnt. Sie können Filmausschnitte auf Youtube sehen. Berggorillas in Uganda www.youtube.com/watch?v=oQ7gySOjCYw



Foto: Monika Frei

 
 
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